Die Werke von Aneta Kajzer und Ilse Henin treten in dieser Ausstellung in einen überraschend engen Dialog – über Generationen hinweg und trotz ihrer unterschiedlichen künstlerischen Ausgangspunkte. Beide Künstlerinnen entwickeln Bildwelten, in denen sich die Grenzen zwischen Mensch, Tier, Natur und Landschaft auflösen. Figuren, organische Formen und hybride Wesen erscheinen in einem Zustand ständiger Verwandlung und eröffnen Bildräume, die sich eindeutigen Zuschreibungen entziehen. Während Ilse Henin bereits seit den 1970er Jahren Fragen nach ökologischen Zusammenhängen, feministischen Perspektiven und dem Verhältnis von Mensch und Umwelt in eine poetisch-symbolische Bildsprache übersetzt, entfaltet Aneta Kajzer diese Themen in einer zeitgenössischen, intuitiven Malerei zwischen Abstraktion und Figuration. Gemeinsam machen ihre Arbeiten sichtbar, wie eng alles Lebendige miteinander verwoben ist – und wie Malerei und Zeichnung Erfahrungsräume schaffen können, in denen sich Wirklichkeit, Erinnerung und Imagination auf neue Weise begegnen.